1. Große Bad Brückenauer Karnevalsgesellschaft

Mehr als 60 Jahre Froh-Sinn an der Sinn

2004 - Dirk I. und Birgit I.

pp2004

Dirk I. von Hand-Balla-Balla olé (Dirk Stumpe)

Birgit I. von der rot-weißen Garde (Birgit Schmäling geb. Gritsch)

 

begrüßt die närrischen Untertanen mit einem dreifachen Bad Brückenau He-lau! He-lau! He-lau!

Wir geben folgende närrischen Gesetze für die Stadt Bad Brückenau und unsere Untertanen bekannt. Erlassen am 11. 11. Anno 2003 um 11 Uhr und 11 Minuten.

1. Ab sofort werden der Bürgermeister Thomas Ullmann und seine Stadträte des Amtes enthoben. Die Ämter werden durch das Prinzenpaar und den Elferrat besetzt.

2. Der damit arbeitslose Bürgermeister hat sich unverzüglich mit Kurdirektorin Schallenkammer im Kurpark einzufinden und bis Aschermittwoch kostenlos Heilwasser in rauen Mengen an das durstige Narrenvolk auszuschenken.

3. Stadtrat Martin Prause wird verpflichtet, eine Sauerbrönns-Kärnje-Fahrschule zu eröffnen. Ziel ist es, die Popularität des Sauerbrönns-Kärnje zu steigern und damit die Bröggenäer Kultur zu retten. Die Führerschein-Prüfung beinhaltet die Sauerbrönns-Kärnje-Überlandfahrt zwischen Stadt und Staatsbad, das rückwärts Einparken eines Sauerbrönns-Kärnje und die Fahrt mit 5 Liter Sauerbrönn ohne Hänger.

4. Die Alte Badstraße (auch Boodstross genannt) wird für den Autoverkehr gesperrt und für Sauerbrönns-Kärnje freigegeben. Sie bildet mit Kurpark und Fußgängerzone den so genannten Sauerbrönns-Kärnje-Ring, wo in Zukunft die legendären Sauerbrönns-Kärnje-Rennen stattfinden werden. Ein Verleih für die Kärnje ist im neuen Fahrrad-Museum einzurichten, welches dementsprechend auch Sauerbrönns-Kärnje-Museum zu heißen hat.

5. Die Klinik Weckbecker hat dem Prinzenpaar nach jeder Feierlichkeit mit Rübensaft und leckerem Tee wieder auf die Beine zu helfen. Zum Abschluss der Kampagne werden sich Prinzessin und Prinz zu einer Fastenkur dorthin zurückziehen.

6. Die Bad Brückenauer Sicherheitswacht ist während unserer Regierung von einem Bernhardiner, mit Glühweinfässchen um den Hals,zu verstärken. Der Bernhardiner wird mit Sicherheitswacht-Uniform ausgestattet und zur persönlichen Bewachung der Prinzengarde abgestellt. Je nach Bedarf sollte er durch einen Wachesel ersetzt werden, der ein größeres Fass tragen kann.

7. Auf dem Gelände der neu erweiterten Sauna, wird eine städtische Brauerei erbaut, um die leeren Stadtkassen zu füllen. Da das Siebener-Wasser zum Brauen genutzt wird, hat das Bier Bröggenäer Schwefelbier zu heißen. Die Sinnflut hat den neu erbauten Ruheturm kostenfrei zur Verköstigung des Gebräus zur Verfügung zu stellen. Alle Wirte Brückenaus sind verpflichtet, ausschließlich das Bröggenäer Schwefelbier auszuschenken. Unsere Brückenauer Bürger erhalten, laut verbrieftem Recht, für 30,- EUR pro Jahr eine Chipkarte, um sich täglich max. 5 Liter Bröggenäer Schwefelbier abfüllen zu können. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Flaschenbeilage oder fragen sie Ihren Prinz oder den Dieter.

8. Das Wasserwirtschaftsamt wird damit beauftragt, Bad Brückenau beim Internationalen olympischen Komitee als Austragungsort für die Winterspiele 2006 vorzuschlagen. Eine Disziplin wird Eisschnelllauf sein. Der dazugehörige Eiskanal entlang der Umgehungsstraße dürfte bald fertiggestellt sein.

9. Der Platz am „Alten Rathaus“ ist dem Tätsch’r-Verein zu übergeben. Die Tätsch´r haben einen Olympia-Badesee anstelle des bisherigen Tätsch´r-Brunnens zu bauen. Ebenfalls ist ein Sessellift vom „Alten Rathaus“ über den Schafberg bis zur Edelruh zu errichten. Im Sommer dient dieser dazu, das Johannis-Feuer zu erreichen und während der Wintersaison die Aprés-Ski-Hütte an der Edelruh. Der Brückenauer Skiclub hat von dort bis zur ehemaligen Abfahrtsstrecke„Himmelsleiter“ einen Schlepplift zu betreiben. Die Himmelsleiter wird über den Gänsrain und Schafberg zu einer Weltcup-Abfahrtstrecke ausgebaut, welche am zukünftigen Olympia-Platz vor dem „Alten-Rathaus“ endet.

10. Das Bad Brückenauer Narrenvolk hat zu jeder Faschingsveranstaltung zu erscheinen. Als Entschuldigung wird nur ein ärztliches Attest anerkannt. Bei unentschuldigtem Fehlen wird der Angeklagte vom Elferrat zu Polonaisen, nicht unter 2 Stadtrunden, verurteilt. Die Strafe kann bei guter Bestechung zur Bewährung ausgesetzt werden.

11. Die Bad Brückenauer Vereine haben zum Jubiläums-Faschingszug am 24.02.2004 alle einen Faschingswagen zu bauen. Wir sind der Meinung, bei einer 50-jährigen Tradition besteht ein Gewohnheitsrecht der Narren auf einen riesengroßen Faschingszug. Dieses Recht wird zur Not auch gerichtlich erkämpft.

Diese, unsere Regeln sind tunlichst zu befolgen. Zuwiderhandlungen werden mit Faschingsentzug bis Aschermittwoch bestraft.

Gegeben, kundgetan und verlesen im November Anno 2003.

Prinzenpaare